Chapter 9 – Paranoia und Observation

Lange nichts mehr gebloggt.. hier bin ich wieder. Das Lied könnt ihr im Hintergrund laufen lassen zum lesen.. 👍🏼:

Wie schon erwähnt, wurde eine Gruppe von Zwielichtigen Personen auf mich aufmerksam die in gewissermaßen Macht und Einfluss hatten in den Straßen. Ein damaliger „Freund“ sagte mir das ich besser keinen Hasch mehr in der Region verkaufen sollte aufgrund von Drohungen. Aus Drohungen wurden Pläne wie ich mitbekam und aus der extremen Paranoia heraus, machte ich mich auf den Weg zu meinen kosovoarischen Landsleuten die in Mannheim wohnten. Nach einigen Tagen dort begegnete ich meine Zielperson, und stellte eine wichtige Frage/bitte. „Sag mal Bac, hast du noch die türkische P6?“ (Pistole). Entsetzt schaute er mich an, fragte was ich für Probleme habe und mit wem. Ich erklärte ihm meine Situation, er willigte absolut widerwillig ein. 450 Euro kostet also ein Leben, dachte ich mir. Die Paranoia beherrschte mich und ich würde niemals auf die Idee kommen das Ding abzufeuern auf unschuldige oder gar in einem Faustkampf. Dies war meine letzte Möglichkeit drauf zurückzugreifen wenn es zu einer Messerattacke oder schlimmeres käme. Ich begleitete ihn nachhause, dort stellte er mir stolz seine kleine Sammlung vor, wir bauten sie auseinander, putzten sie und er zeigte mir worauf ich zu achten hatte, klar noch: wie ich das Ding benutzen sollte. Ich gab ihm das Geld, jedoch hatte er nicht aufgehört zu betonen das es ein Fehler sei mir das Teil mit zugeben und selbst mich überkam ein überaus schlechtes Gefühl bei der Sache. Ich verbrachte noch einige Tage in Mannheim bevor ich mich auf den Weg zurück machte.

Am letzten Tag dort, bekam ich eine schlimme Nachricht zu Ohren. Mein Partner, der Asiate, bekam freundlichen Besuch von unserem Freund und Helfer. Mitten am Morgen, 6 Uhr, stürmten 8 Polizisten seine Wohnung und stellten alles auf den Kopf, die Matratze, die Schränke, Schreibtisch, Teppiche, alles lag wortwörtlich auf den Kopf. Was fanden sie bei der Hausdurchsuchung? – Zero, nichts. Wie und warum? Dieses Schlitzohr wohnt im 8. Stock einer Hochhaus Siedlung. Als es klingelte, haschte er intuitiv einen Blick nach unten und erblickte 4 Polizei Wägen. In den letzten 2 Minuten die ihm blieben bis sie oben bei ihm waren, rannte er in die Küche und versteckte 70 Gramm Gras in seine Proteinbeutel mit der Waage – (in Deutschland bekommst du sofort eine Anzeige bezüglich des Handels, wenn sie dich mit einer Feingrammwaage erwischen samt Drogen). Sie durchsuchten jedes Loch, darauf sind sie dummerweise nicht gekommen. Schwein gehabt mein lieber. Schockiert aber gefühlt mit einem grinsen rief er an und berichtete mir alles. Das verschlimmerte jedoch nur meine Paranoia und am besagten letzten Tag rief mich nochmals der Kosovoalbaner zu sich um was zu bequatschen. Ich schaute bei ihm vorbei und er sagte, das ihn ein Gefühl nicht locker lässt das es ein Fehler war mir die Waffe zu verkaufen. Ich stimmte zu, gerade nach dieser Geschichte mit meinem Partner war es nur eine Frage der Zeit bis sie zu mir überkamen. So gab ich es zurück, wir plauderten noch ein wenig, er sagte ich solle ihm Bescheid geben wenn’s zu Stress kommt, anschließend verabschiedete ich mich von ihm und aus Mannheim.

Angekommen im Viertel, berichteten mir mehrere Leute was geschehen war bei meinem Kollegen. Kopfnickend gab ich zu Protokoll das ich schon Bescheid weiß. Ich ging zum Asiaten und wir rauchten einen Joint, er erzählte mir nochmals alles detailliert, uns blieb letztendlich nur das Lachen darüber. Unbelehrt nahm ich 5 Gramm mit und machte mich auf den Weg zu einem Verkauf in der Nähe eines Spielplatzes. Auf dem Weg dorthin begleitete mich der Spanier, beide bekifft und vor uns herlachend, sah ich ca 100 m vor uns einen Polizeiwagen. Ich sag’s euch meine lieben, ich hab eine wirklich beängstigende Intuition. – Sie fuhren uns entgegen und ich sah die beiden Polizisten darin an und bemerkte sofort das die hier nicht zur Patrouille vorbei fuhren sondern ein Ziel hatten. Ich nahm das Zeug samt Waage aus der Jackentasche und schmiss sie ins Gebüsch neben mir, gleichzeitig während ich „angeblich die Jacke auszog“. Im selben Moment drehte die Polizei an der Wendestelle ca 30 m hinter uns um, drückten voll aufs Gaspedal, der Motor schrie los und sie rasten zu uns her. Die 30 m legten sie gefühlt in 3 sek hin und der schmiss ins Gebüsch erfolgte in den paar Sekunden. Polizisten stiegen aus, fast schon aggressiv, rückten uns vor die Pelle und fragten sofort was wir denn machen. Ich sagte wir seien auf dem Weg nachhause nachdem wir einen Döner in der Stadt gegessen hatten. „Aha ahja, und was habt ihr in den Taschen? Jacken und Hosentaschen? Holt mal bitte alles raus was ihr da drinnen habt.“ – Ich, verdammt siegessicher, holte meine Kopfhörer Geldbeutel Handy und Zigaretten raus, zeigte sie ihm und ließ ihn mich sogar durchsuchen. Sie unterhielten sich ausschließlich mit mir, der Spanier war für sie offensichtlich uninteressant. „Ja und habt ihr eure Ausweise parat? Ausweise bitte“ Beide zeigten sie vor, und ratet mal wessen Ausweis sie mit in den Wagen nahmen um irgendwas davon zu registrieren? Richtig: meinen. Sie kamen zurück mit einem Grinsen und sagten „Jop passt, dann noch einen schönen Tag“. – „ebenfalls“ frohlockte ich. Lustig lustig, eine Personenkontrolle mitten am helllichten Tag auf offener Straße? Die hatten doch sicherlich eine Intension bei der Sache dachte ich mir, sie haben was gewittert und folgen einer Spur. So so, nun hat also das berühmte Katz und Maus Spiel begonnen. // Wie fandet ihr dieses Kapitel? Gebt mir Bescheid meine lieben, das würde mich freuen!