Chapter 5 – Erste Schritte im Verkauf, Einstieg

So, die Bande war vollkommen, wir 5, als die neuen „Dealer“ des Viertels. Zumindest dachten wir das, wir waren jedoch nur Kiffer die vermittelten an klein Dealer um ihren Konsum zu decken.. wenn es doch nur dabei geblieben wäre. So verging 1 Jahr, ich begann meine Ausbildung im Aldi und schwor es mit allem sein zu lassen und ein Gesellschaftlich anerkanntes Leben zu führen. Die Lehre zu Ende bringen, arbeiten und friedlich vor mir her schuften und die verbleibende Zeit des Tages mit weiteren Pflichten erfüllen, wie jeder andere auch, doch ich wollte in Wirklichkeit nie wie „jeder andere“ sein. Unser altbekannter Satan plante händereibend größeres. Natürlich lernte ich als erste Person in der Berufsschule einen Typen kennen, der Stuttgart verlassen musste aufgrund der Polizei. Das verriet er nur mir, denn irgendwas hab ich an mir was Leute dazu bringt mir ihre Geheimnisse anzuvertrauen. Und wieso musste er Stuttgart verlassen und untertauchen? Selbstverständlich: Grashandel. So kam ich endlich zu einem richtigen Kontakt der versprach 1A Ware in Mengen anbieten zu können. Zurück zu der 90‘s Crew die den Lifestyle fortsetzte und ich auch nie verließ, saßen wir zusammen, damit ich ihnen die „frohe Botschaft“ mitteilen konnte. Euphorie machte sich breit. Über das Jahr an dem wir vermittelten, sammelten wir einige Kunden die uns sicherlich gutes Geld einbringen würden, dachten wir. Die guten Vorsätze? Sie landeten im Eimer wie der Biomüll. „Scheiss drauf, wir machen das. Fragt wen ihr könnt und wie viel sie wollen, ich besorg alles und brings her“ posaunte ich stolz hinaus. Frisch den Führerschein erhalten und Hellgrün hinter den Ohren, fuhr ich zum besagten Dealer um die 6g abzuholen, unsere erste Menge die an 2 Kunden gehen sollte, umgerechnet 80 Euro Verkaufspreis. Ich kam an und zur Probe durfte ich einen Joint rauchen um mich zu überzeugen das er keinen scheiss redet. Er sollte recht behalten, das Teufelskraut war klasse. Bekifft im Wagen fuhr ich zurück ins Viertel, und legte die Menge auf den Tisch, wir hatten nämlich einen Keller für uns den wir mit Sofas; Teppiche; Tische aus dem Sperrmüll oder von zuhause usw ausstatteten. 2x 3 g für jeweils einen Kunden. 2 stunden investiert, abzüglich unseres Kaufpreises von 36 Euro, macht das 44 Euro Gewinn mit unserem ersten Verkauf. Klingt nicht schlecht und der Gedanke gefiel uns wie ne’ panierte Hähnchenkeule einem farbigen.

Was könnte genauso schlimm sein als die sucht nach Drogen an sich? – Genau: sie zu verkaufen. So packte uns der Eifer und wir befragten jeden den wir kannten ob er was benötige. Gesagt-getan, so flatterten immer mehr Kunden zu uns wie die Tauben in den Süden zur Winterzeit. Der Tagesgewinn lag zwischen 50-150 Euro zu Beginn. Nichts großartiges sollte man meinen, aber immer noch mehr als ein 8,5 Stunden Tag im Büro, Einzelhandel oder in einer Fabrik usw. Wir sammelten die ersten Stammkunden, unser Zeug war erstklassig und sprach sich überall wie ein Lauffeuer rum. Doch „wieso zur Hölle machen wir so wenig Geld?!“ fragte ich in die Gruppe. Antwort: die armen Bengel aus dem Viertel holten nie mehr als 10-20 Euro jeweils, sie hatten schlicht kein Geld oder vermittelten selber an dritte. Wie verdammt nochmal kommt man an die Kunden mit den dicken Geldbeutel, an die, die selber auf Mengen kaufen möchten wie wir zuvor oder schlicht reiches Elternhaus haben. Wie machen wir ihnen einen Kauf bei den 90‘s schmackhaft und erreichen Summen bei denen die Ohren klingeln? Fortsetzung folgt!.. wenn ihr es spannend findet, lasst es mich wissen, ich beiße nicht! 😉

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